..die Dunkelheit hat es nicht verstanden

..die Dunkelheit hat es nicht verstanden

Warum stürzte der CEO der Germania-Bank aus dem 44.Stock des Firmensitzes im Frankfurter Bankenviertel? Und was hat ein SAP-Berater damit zu tun? Und was passiert in den High-Tech-Kellern und Bunkern der Zentralbanken?

Zu seinem 30-Jährigen Jubiläum hatte der Heise-Verlag 2013 einen Wettbewerb ausgeschrieben. Am Ende jeder c’t ist ja schon immer so eine lange IT-Geschichte abgedruckt worden. Hier wurden noch einmal Autoren aufgefordert, zum 30-Jährigen Jubiläum ganz neue Geschichten einzureichen. Die 6 Finalisten sollten dann mit einem „Teaser“ und „Cliffhanger“ auf der Heise-Webseite zum Votum gestellt werden, zum 1.November 2013 sollte auf der Heise-Party dann die Preisverleihung stattfinden. 

Zu meiner riesigen Freude bin damals mit meiner Story auf den 3.Platz bekommen und durfte als Preisträger an der großen Party teilnehmen.

Die Geschichte wurde dann 2014 in der c’t veröffentlicht und ich dachte, für meinen neuen Blog wäre es schön, den Text als Podcast anzubieten, für etwas Unterhaltung auf einer lFahrt mit dem Auto zum Kunden oder Abends in einem üblichen Hotelzimmer. .

Der August war ein heißer Monat. Obwohl es erst gegen acht Uhr morgens war, heizte die pralle Sonne den Asphalt auf, der sich auch in den heißen Sommernächten dieser afrikanischen Hitzewelle nicht abkühlte. Ein wunderschöner Sommer, nach einem regnerischen Frühling. Alle genossen die Hitze in der Stadt, die auch eine kapitale Finanzmetropole wie Frankfurt mit einer mediterranen Wärme überzieht und die Stadt und den Morgen für einen Moment liebenswert macht. Der Duft. Der Duft von Zedern an einem flirrend heißen Sommertag in den Hügeln des Libanon.
Carl Max, seines Zeichens SAP-Berater, Unternehmer und Freiberufler, war auf dem Weg zu seinem aktuellen Projekt. Wie alle Menschen in den „Financial Districts“ dieser Welt, von New York über London bis Frankfurt, war er in schwarzem Anzug, weißem Hemd und Manschettenknöpfen auf dem Weg. Dieses Projekt war in Frankfurt, und nach ewig langen Jahren war er mal zurück gekehrt in seine Heimatstadt, zum neuen OpernTurm, gegenüber der klassizistischen Alten Oper mit dem Wahlspruch des „Wahren, Schönen, Guten“.
Als die zwei Türme der Germania-Bank in Sicht kamen, der größten deutschen Bank, die auf dem Weg zur zweitgrößten internationalen Bank war, hielt er, einem undefinierbaren Impuls nachgebend, kurz inne. Eingebettet in den am Morgen üblichen stetigen Strom von Menschen die alle gleichartig gekleidet waren und eine nur von weit oben sichtbare merkwürdige amorphe Bewegung erzeugten, hörten alle in der Höhe eine Serie an Geräuschen, als ob in großer Höhe ein Auto mit quietschenden Reifen in ein Schaufenster fährt. Ein dunkles Objekt fiel in einem Regen von Scherben aus irgendeiner der obersten Etagen der Bank. Krachend splitterte ein schwerer Schreibtisch aus afrikanischem Holz auf den Boden, die Menschen nach dem ersten Erschrecken schreiend sich an die Fassade duckend. Am Kopf von Carl Max flog eine Menge großer und kleiner Holzsplitter vorbei, gefolgt von einem Regen aus gesplitterten Sicherheitsglas-Graupen. Erschreckt in den Himmel blickend, sahen sie ein zweites dunkles Objekt dem Erdboden entgegen fliegend, rudernd mit Armen und Beinen. Carl Max schloss intuitiv die Augen, ahnte, was vorhersehbar war und hörte nur einen dumpfen Schlag in einiger Entfernung. Gnädig bedeckt von den Ästen der Zierbäume und der grünen Bodenbepflanzung sah man nur die Schemen eines Kopfes. Er kannte dieses Gesicht aus dem Fernsehen: Hagen von Herrenberg, der Vorsitzende und Sprecher der Germania Bank.

 

Und hier ist nun die ganze Geschichte zu hören:

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